Liebe Leserin, lieber Leser,
Phosphor - elementarer Baustein des
Lebens - ist ein immer knapper werdender
Rohstoff – und unverzichtbar für die globale
Landwirtschaft. Wie er künftig zuverlässig und
wirtschaftlich aus dem Abwasserkreislauf
zurückgewonnen werden kann, beschäftigt
deshalb nicht nur unsere Branche, sondern
gleichermaßen auch Politik und Gesellschaft.
Die Umweltministerkonferenz hat nun im Mai in
Sachen Phosphorrückgewinnung wichtige Weichen
gestellt. Die DWA begrüßt den Beschluss
ausdrücklich, mahnt aber zugleich zur Eile:
Bis zum gesetzlichen Pflichttermin 2029 werden
Stand heute entscheidende Fragen nicht zu
beantworten sein.
Einmal mehr
tritt an dieser Stelle offen der zentrale
Zielkonflikt all unseres Wirtschaftens zutage:
Wie schaffen wir den Spagat zwischen
technischer Machbarkeit sowie rechtlicher
Verlässlichkeit und dem Tempo, das die
klimabedingte Transformation
einfordert.
Doch nicht nur in
der Kreislaufwirtschaft tut sich derzeit viel:
Forschende der ETH Zürich haben ein KI-Modell
vorgestellt, das Extremwetterereignisse
deutlich präziser vorhersagen soll und Amazon
Web Services zeigt mit zwei neuen Projekten in
Deutschland, wie Rechenzentrums-Ökonomie und
Wassermanagements-Ökologie in Einklang
gebracht werden können.
Im
klimawandelbedingt immer stärker steigenden
Innovationsdruck der Wasserwirtschaft dürfen
wir nicht vergessen, dass es herausragender
Köpfe bedarf, die gepaart mit dem
entsprechenden Umsetzungswillen für
Orientierung sorgen und (nicht nur
technologisch) den Weg weisen. Ein solcher
Kopf war Dipl.-Ing. Berthold Bleser, der die
Fachvereinigung SITW über viele Jahre geprägt
hat und nun viel zu früh im Alter von 69
Jahren verstorben ist.
Wir
wünschen Ihnen wie immer viel Freude beim
Lesen – und hoffen, dass Sie in unserer
Zusammenfassung der wichtigsten
wasserwirtschaftlichen Vorkommnisse der
letzten beiden Wochen den einen oder anderen
nützlichen Impuls für Ihre eigene Arbeit
finden werden.
Mit freundlichen
Grüßen
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Neue Regeln für Phosphorrezyklate
und Klärschlammaschen
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Die DWA bewertet den Beschluss der
Umweltministerkonferenz zur
Phosphorrückgewinnung positiv, warnt
jedoch vor fehlenden technischen
Kapazitäten. Der Verband fordert
deshalb eine praxistaugliche
Übergangslösung für Klärschlammaschen.
Gleichzeitig soll eine Anpassung der
Düngemittelverordnung mehr
Rechtssicherheit schaffen, damit
Phosphorrezyklate künftig
wirtschaftlich in der Landwirtschaft
genutzt werden können.
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Regen für die Wüste: mit Solarparks
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Große
Solaranlagen
könnten in
trockenen
Regionen künftig
nicht nur Strom
liefern, sondern
auch das lokale
Klima
beeinflussen.
Eine Idee, um
mehr
Niederschlag in
Wüstengebieten
zu erzeugen,
untersuchen
Forschende der
Universität
Hohenheim. Im
Mittelpunkt
stehen riesige
Solarparks und
künstlich
angelegte Dünen,
die durch ihre
Wärmeaufnahme
Luftströmungen
verändern
könnten.
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Neue KI soll Extremwetter besser
vorhersagen
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Wie Atmosphäre,
Landoberfläche
und
Wasserkreislauf
zusammenwirken,
ist entscheidend
für die
Vorhersage von
Wetterextremen.
Ein neues
KI-Modell der
ETH Zürich soll
genau diese
Zusammenhänge
analysieren. Das
„Earth System
Foundation
Model“ kann
Umwelt- und
Wetterdaten
gemeinsam
auswerten,
fehlende Daten
ergänzen und
Extremereignisse
wie Stürme oder
Dürren besser
nachvollziehbar
machen.
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Wasserwerke Westfalen feiern
Jubiläum
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Seit 25 Jahren
versorgt die
Wasserwerke
Westfalen GmbH
rund 1,5
Millionen
Menschen und die
Industrie
entlang der Ruhr
mit Trinkwasser.
Aus dem
Strukturwandel
heraus
entstanden,
steht das
Unternehmen
heute für
Versorgungssicherheit,
Klimaanpassung
und regenerative
Energie – von
moderner
Aufbereitungstechnik
bis zu
Photovoltaik,
Wasserkraft und
Windenergie.
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Statement zum Beschluss der
Umweltministerkonferenz
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„2029 werden keine
ausreichenden
Kapazitäten zur
Phosphorrückgewinnung
zur Verfügung stehen.
Der Beschluss der
Umweltminister ist ein
wichtiger Schritt, um
die Umsetzung der
Phosphorrückgewinnung
realistisch, verlässlich
und innovationssicher zu
gestalten.“
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Prof. Uli
Paetzel Präsident der DWA
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Berthold Bleser mit 69 Jahren
verstorben
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Mit dem Tod von
Dipl.-Ing.
Berthold Bleser
verliert die
Fachvereinigung
Schutz und
Instandsetzung
von
Trinkwasserbehältern
e.V. (SITW)
einen
langjährigen
Wegbereiter und
engagierten
Vertreter der
Branche. Von
2015 bis 2023
prägte er als 1.
Vorsitzender die
Entwicklung der
Fachvereinigung
entscheidend mit
und setzte sich
für Qualität,
Hygiene und
technische
Standards in der
Trinkwasserversorgung
ein.
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Wasserwirtschaft fordert
Nährstoffbilanzierung
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Die
Wasserwirtschaft
hält eine
verbindliche
betriebliche
Nährstoffbilanzierung
weiterhin für
notwendig. Der
Bundesverband
der Energie- und
Wasserwirtschaft
(BDEW) warnt,
dass das
geplante
Wirkungsmonitoring
die bisherige
Stoffstrombilanz
nicht
ausreichend
ersetzen
könne.
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Wasserlecks finden und Feuchtgebiete
renaturieren
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Amazon Web
Services hat
zwei neue
Wasserprojekte
in Deutschland
vorgestellt, die
nach Abschluss
jährlich mehr
als 370
Millionen Liter
Wasser
zurückführen
sollen. In
Frankfurt sollen
intelligente
Sensoren
Wasserlecks in
500 Gebäuden
erkennen.
Parallel dazu
werden im
Spessartwald
Feuchtgebiete
renaturiert, um
die
Grundwasserbildung
zu stärken und
neue Lebensräume
zu
schaffen.
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Klein, blau, unbekannt:
Neue Oktopusart vor den
Galápagos-Inseln
entdeckt
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Vor den Galápagos-Inseln
haben Forschende einen
winzigen blauen
Tiefsee-Oktopus entdeckt,
der in eine Handfläche
passt. Die neue Art wurde in
fast 1.800 Metern Tiefe
gefunden und könnte
bisherige Annahmen über die
Evolution bestimmter
Oktopusfamilien verändern.
Mithilfe von CT-Scans
untersuchte das
Forschungsteam das seltene
Einzelexemplar, ohne es zu
beschädigen.
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